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Hat man sich für ein Meerwasseraquarium entschieden, sollte man sich zuerst entscheiden welchen Typ von Aquarium man pflegen will. Wie in der Süßwasseraquaristik gibt es auch in der Meerwasseraquaristik verschiedene Möglichkeiten ein Aquarium einzurichten. Es können grob vier Kategorien unterschieden werden:
- Reine Fischaquarien
- Gemischie Aquarien mit Wirbellosen und fischen
- Spezialaquarien
- Meerwasseraquarien mit Tieren aus gemäßigten und kalten Gewässern
a) Reine Fischaquarium
In diesem Aquarium werden ausschließlich Fische, wie Kaiser-, Falter-, Doktor- und Drückerfische, gepflegt. Gelegentlich findet man in solchen Aquarien einige robuste Wirbellose wir große Einsiedlerkrebse und Seesterne, da viele dieser Fische die meisten Wirbellosen als Nahrung ansehen. Dies ist immer bei der Wahl der Wirbellosen zu beachten. Zum Beispiel fressen Drückerfische mit Vorliebe Seeigel und Einsiedlerkrebse. Jedoch gibt es auch räuberische Einsiedlerkrebse und Seesterne ihrerseits nachts größere Fische fangen und fressen.
Ein weiterer Grund ist die nicht ausreichende Wasserqualität für die meisten Wirbellosen. In Folge der starken Fütterung der großen Fische liegen insbesondere die Nitrat- und Phosphatkonzentration häufig sehr hoch.
Vor- und Nachteile eines Fischaquariums
Viele der falter- und Kaiserfische auf längere Zeit nicht einfach artgerecht zu pflegen, da diese Fische hohe Ansprüche an z.B. Wasserqualität und Fütterung stellen. Der Vorteil eines solchen Aquariums ist jedoch der, das Krankheiten schnell und effektiv mit entsprechenden Medikamenten bekämpft werden können. Bei Wirbellosen haben Medikamente schädliche Nebenwirkung. Die größe des aquarium hat eine sehr wichtige Bedeutung, so hat z.B. ein arabischer-Doktorfisch mit einer Länge bis zu 40cm in einem 200 Liter-Becken nichts zu suchen. Somit ist es wichtig sich vor dem Kauf eines Fisches mit dieser maximalen Endgröße sich zu informieren. Bei der Vergesellschaftung müssen die Fischarten aufeinander abgestimmt sein, damit eine Unterdrückung Einzelner verhindert werden können.
Überfüllte Fischaquarien sind zu vermeiden, denn dies führt einerseits zu stresserscheinigungen unter den Fischen und andererseits zu einer stetigen Verschlechterung der Wasserqualität
b) Gemischte Aquarien mit Wirbellosen und Fischen
Dieser Aquarientyp ist heute am weitesten verbreitet und das Ziel ist die Zusammenstellung eines harmonierenden Wirbellosen- und Fischbesatzes. Zu den Wirbellosen gehören z.B. Leder-, Weich-, Horn- und ausgewählte Steinkorallen, Scheiben- und Krustenanemonen, harmlose Seesterne, Seeigel und Garnelen. Bei der Auswahl von Fischen ist dabei zu achten, dass diese die Wirbellosen nicht als Nahrung betrachten. Auch bei den Wirbellosen gibt es Arten, die für eine Vergesellschaftung mit Fischen nicht geeignet sind. Gemischte Aquarien sind bei entsprechender Technik und dem Einhalten bestimmter Grunsätze sehr stabil
c) Spezialaquarien
Viel Tierarten brauchen so spezielle Bedingungen, dass ihre Haltung und Vermehrung, nur in einem speziell für sie gestalteten Biotop erfolgreich sein kann. Solche „Biotopaquarien“ werden Spezialaquarien genannt. Dazu gehören z.B. Steinkorallenaquarien, Anemonenaquarien, Aquarien für die Bewohner dunkler Riffzonen sowie Aquarien für Seepferdchen, Seenadeln, Kröten- oder Skorpionfische.
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