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Einstieg
unser Online-Shop für Meerwasseraquaristik

Aktualisiert am 22.05.2010

Hier finden Sie die wichtigsten Informationen als Einsteiger. Bei offenen Fragen stehen wir persönlich zur Verfügung.

    • Aquarientypen
    • Wasser: (Wasserwechsel, Nachfüllwasser)
    • Eingewöhnung von Tieren

Aquarientypen:

Hat man sich für ein Meerwasseraquarium entschieden, sollte man sich zuerst entscheiden welchen Typ von Aquarium man pflegen will. Wie in der Süßwasseraquaristik gibt es auch in der Meerwasseraquaristik verschiedene Möglichkeiten ein Aquarium einzurichten. Es können grob vier Kategorien unterschieden werden:

    • Reine Fischaquarien
    • Gemischie Aquarien mit Wirbellosen und fischen
    • Spezialaquarien
    • Meerwasseraquarien mit Tieren aus gemäßigten und kalten Gewässern

 

a) Reine Fischaquarium

In diesem Aquarium werden ausschließlich Fische, wie Kaiser-, Falter-, Doktor- und Drückerfische, gepflegt. Gelegentlich findet man in solchen Aquarien einige robuste Wirbellose wir große Einsiedlerkrebse und Seesterne, da viele dieser Fische die meisten Wirbellosen als Nahrung ansehen. Dies ist immer bei der Wahl der Wirbellosen zu beachten. Zum Beispiel fressen Drückerfische mit Vorliebe Seeigel und Einsiedlerkrebse. Jedoch gibt es auch räuberische Einsiedlerkrebse und Seesterne ihrerseits nachts größere Fische fangen und fressen.

Ein weiterer Grund ist die nicht ausreichende Wasserqualität für die meisten Wirbellosen. In Folge der starken Fütterung der großen Fische liegen insbesondere die Nitrat- und Phosphatkonzentration häufig sehr hoch.

Vor- und Nachteile eines Fischaquariums

Viele der falter- und Kaiserfische auf längere Zeit nicht einfach artgerecht zu pflegen, da diese Fische hohe Ansprüche an z.B. Wasserqualität und Fütterung stellen. Der Vorteil eines solchen Aquariums ist jedoch der, das Krankheiten schnell und effektiv mit entsprechenden Medikamenten bekämpft werden können. Bei Wirbellosen haben Medikamente schädliche Nebenwirkung. Die größe des aquarium hat eine sehr wichtige Bedeutung, so hat z.B. ein arabischer-Doktorfisch mit einer Länge bis zu 40cm in einem 200 Liter-Becken nichts zu suchen. Somit ist es wichtig sich vor dem Kauf eines Fisches mit dieser maximalen Endgröße sich zu informieren. Bei der Vergesellschaftung müssen die Fischarten aufeinander abgestimmt sein, damit eine Unterdrückung Einzelner verhindert werden können.

Überfüllte Fischaquarien sind zu vermeiden, denn dies führt einerseits zu stresserscheinigungen unter den Fischen und andererseits zu einer stetigen Verschlechterung der Wasserqualität

b) Gemischte Aquarien mit Wirbellosen und Fischen

Dieser Aquarientyp ist heute am weitesten verbreitet und das Ziel ist die Zusammenstellung eines harmonierenden Wirbellosen- und Fischbesatzes. Zu den Wirbellosen gehören z.B. Leder-, Weich-, Horn- und ausgewählte Steinkorallen, Scheiben- und Krustenanemonen, harmlose Seesterne, Seeigel und Garnelen. Bei der Auswahl von Fischen ist dabei zu achten, dass diese die Wirbellosen nicht als Nahrung betrachten. Auch bei den Wirbellosen gibt es Arten, die für eine Vergesellschaftung mit Fischen nicht geeignet sind. Gemischte Aquarien sind bei entsprechender Technik und dem Einhalten bestimmter Grunsätze sehr stabil

c) Spezialaquarien

Viel Tierarten brauchen so spezielle Bedingungen, dass ihre Haltung und Vermehrung, nur in einem speziell für sie gestalteten Biotop erfolgreich sein kann. Solche „Biotopaquarien“ werden Spezialaquarien genannt. Dazu gehören z.B. Steinkorallenaquarien, Anemonenaquarien, Aquarien für die Bewohner dunkler Riffzonen sowie Aquarien für Seepferdchen, Seenadeln, Kröten- oder Skorpionfische.

Wasser: (Wasserwechsel, Nachfüllwasser)

Bei der Pflege von Meerwassertieren gibt es natürlich eine Menge von Parallelen zur Süßwasseraquaristik. Zusätzlich gibt es jedoch einige grundsätzliche Unterschiede.

Im Gegensatz zur Süßwasseraquaristik, dürfen in Riffaquarien nur kleine Wasserwechsel (maximal 10% jede zwei Wochen oder 5% jede Woche) durchgeführt werden.

Die Qualität des zur Verfügung stehenden Leitungswassers entscheidet, ob dieses als Nachfüllwasser und/oder Ansetzwasser für die Meerwasseraquaristik geeignet ist.  Entscheidend sind vor allem die Nährstoffkonzentrationen (Silikat, Nitrat und Phosphat) und die Konzentration an Schwermetall-Ionen. Sind diese zu hoch, muss auf Wasseraufbereitungsverfahren zurückgegriffen werden. Hier bietet sich z.B. eine Umkehrosmoseanlage an, mit der die Nährstoffe fast vollständig aus dem Leitungswasser entfernt werden können.

Dieses Osmosewasser können Sie bei uns erhalten.

Verdunstes Wasser darf nicht durch Meerwasser ersetzt werden. Es verdunstet ausschließlich das reine Wasser, das Salz verbleibt im Aquarium. Die Verdunstung führt also zu einer Erhöhung der Dichte des Aquarienwasser. Um die Dichte weitgehend konstant zu halten, muss das verdunstete Wasser möglichst täglich ersetzt werden.

Das Nachfüllwasser darf niemals direkt auf Nesseltiere geleitet werden, um deren Schädigung zu verhindern. Nachfüllwasser leitet man am besten in eine Filterkammer ein oder – wenn diese nicht vorhanden ist – in einem Bereich des Aquarium mit sehr starker Strömung. Dadurch wird das Nachfüllwasser schnell verdünnt und Schädigungen der Nesseltiere bleiben aus.

Eingewöhnung von Meerwassertieren:

Während eine Vielzahl von Lebewesen aus Süßgewässern eine relativ große Toleranz gegenüber Schwankungen einiger Wasserparameter haben z.B. auf sprunghafte Veränderungen von Salzgehalt, Temperatur und pH-Wert sehr empfindlich. Es ist daher in fast allen Fällen absolut notwendig, Meerwassertiere (Fische wie Wirbellose) mit Hilfe der Tröpfchenmethode an die Aquarium vorherrschenden Umweltbedingungen anzugleichen. Bei sehr empfindlichen Arten, sollte sich dieser Angleichungsvorgang über meherer Stunden erstrecken.

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